Die Geschichte der Turnergasse
Im Sommer 1986 begannen einige Bewohner der Häuser Ägidigasse/ Spalowskygasse Verhandlungen mit der Gemeinde Wien über die Verwirklichung eines alternativen Wohnprojekts in den leerstehenden einstöckigen Altbauten Turnergasse 13 und 15 zu führen.

Im November 1986 kam es dann zur Vertragsunterzeichnung mit der Gemeinde Wien, die sich aber leider noch immer vorbehielt, das Vertragsverhältnis jederzeit ohne Frist kündigen zu können.

Der erste Winter war hart. Die Gemeinde hatte zwar vor, die Wohnungen gebrauchsfertig zu übergeben, aber aufgrund der niederen Temperaturen, konnten die meisten Arbeiten erst im Frühjahr beginnen.

 

Das Jahr 1987 war geprägt von Renovierungsarbeiten. Jeder setzte seine Wohnung instand, dann kümmerte man sich gemeinsam um Hof und Fassade. Ein Problem war, dass aufgrund des unsicheren Vertragsverhältnisses größere Investitionen schwierig waren, da niemand wusste, wie lange der Vertrag wirklich halten würde. So wurden über die nächsten Jahre nur die nötigsten Instandhaltungsarbeiten durchgeführt.

Es blieb aber immer Grundsatz, auf finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde zu verzichten. So haben wir in all den Jahren nie finanzielle Unterstützung oder Subventionen von öffentlicher Hand angestrebt oder erhalten. Nach mehr als fünfzehn Jahren kam dann von der Gemeinde der Anstoß, die Situation zu verbessern. Die Vorschläge reichten von verschiedenen vertraglichen Möglichkeiten bis hin zum Verkauf. Seit 2005 haben wir eine neuen unbefristeten Mietvertrag.